Willkommen bei der Rotax Max Challenge Germany
memotec Heidenau adac
29. Juli 2015

Der dritte Lauf der ROTAX MAX Euro Challenge ist Geschichte: Heute sind die Finalläufe im Prokart Raceland von Wackersdorf über die Bühne gegangen. Auch der Wettergott zeigte sich beim Deutschland-Comeback der populärsten europäischen ROTAX-Serie von seiner besten Seite und bescherte den rund 150 Teilnehmern einen perfekten Renntag, der letztlich spannende Rennen sah und auch für das deutsche Lager erfolgreich enden sollte.

Den Sieg bei den Junioren holte sich mit einem Foto-Finish-Vorsprung von nur 0.002 Sekunden der Brite Zak Fulk (Coles Racing). Bei den Senioren führte kein Weg am Australier Pierce Lehane (Strawberry Racing) vorbei, der die volle Punkteausbeute mit nach Hause nahm. Bei den DD2 setzte sich Paolo DeConto (CRG S.P.A.) im Finale durch, während sein Teamkollege Igor Mukhin (CRG S.P.A.) im DD2 Masters den Sieg einfuhr.

Die deutschen Junioren schlugen sich wacker. Louis Henkefend (Team TKP) kämpfte sich im Prefinale auf den hervorragenden neunten Platz nach vorne. Leider blieb es ihm verwehrt, das Ergebnis im Finale nochmals zu toppen, da er schon in der Startrunde in eine Kollision verwickelt wurde und aufgeben musste. Tim Mika Metz (CRG SPA) schloss sein Euro Challenge-Debut auf den Plätzen 17 und 28 ab, während Andreas Estner (RS Competition) am Ende das beste Ergebnis einfuhr: Er hatte im Prefinale noch Probleme und kam nicht über Platz 30 hinaus. Im Finale verbesserte er sich aber auf den beachtlichen 18. Platz. Phil Dörr (CRG SPA) und Sebastian Estner (RS Competition) hatten im morgendlichen Hoffnungslauf – trotz kämpferischer Leistungen – leider die Qualifikation für die Finalrennen verpasst.

Bei den Senioren sorgte John Kevin Grams (RS Competition) im Hoffnungslauf für eine kleine Sensation. Vom 25. Platz aus ins Rennen gegangen, schaffte der ehemalige deutsche RMC-Junior-Champion das Unmögliche: Er kämpfte sich mit einer sehenswerten Aufholjagd durch das Feld und eroberte sich in der letzten Rennrunde mit dem sechsten Platz das rettende Finalticket. In den Hauptrennen belegte er die Plätze 20 und 23. Pech hatte Christopher Dreyspring (VPDR/TAD Racing) in den Finalläufen: Er wurde in beiden Durchgängen in Startkollisionen verwickelt und trat die Heimreise mit den Plätzen 18 und 20 an – immerhin glänzte er im Prefinale mit der schnellsten Rennrunde. Martin Mortensen (RS Competition) konnte im Prefinale als Zehnter noch ein Ausrufezeichen setzten, bevor er im Finale auf Rang 28 abrutschte. Dorian Heinrich (RS Competition) war in die Finalrennen nicht mit von der Partie, da er im Hoffnungslauf an der Qualifikation gescheitert war.

Für Jubel im deutschen Lager sorgten die DD2-Piloten: Allen voran trumpfte Luka Kamali auf. Von der Pole-Position aus gestartet, lieferte er sich ein Rennen auf Augenhöhe mit der europäischen Elite. Im Prefinale rutschte er zwar zeitweise auf Platz vier zurück, konnte sich dann aber auf den letzten Metern noch den dritten Rang sichern. Diese Position hatte er auch über lange Strecken im Finale sicher. Mit einem starken Schlussspurt bugsierte er sich diesmal sogar auf den zweiten Rang nach vorne. Damit sicherte er sich seinen ersten Podestplatz bei der ROTAX MAX Euro Challenge.

Auch Marcel Schirmer (RS Competition) konnte zufrieden sein: Als Achter und Elfter war er zwar eher unspektakulär unterwegs, verteidigte aber er den dritten Platz in der Meisterschaftswertung. Pech hatte Niklas Gränz (CRG S.P.A.). Er konnte seinen fünften Startplatz im Prefinale nicht umsetzen und schied nach einer Kollision aus. Vom Ende des Feldes ins Finale gestartet, lieferte er aber eine strake Aufholjagd ab, die ihn auf Platz 13 nach vorne katapultierte. Alessio Curto (M-Tec Praga Racing) konnte mit soliden Ergebnissen im Mittelfeld überzeugen und beendete die Rennen als 16. und 18. Eine ähnliche Leistung zeigte Maxi Fleischmann (ROTAX Praga Racing Team) mit den Position 13 und 20, während sich Marius Rauer (VPDR) die Plätze 20 und 22 sicherte. Jannik Jendrzejzyk (Nees Racing) beendete das Euro-Gastspiel als 22. und 21. vor Marc Lupfer (Ratisbona Motorsport) auf den Rängen 26 und 28. Wenig Glück hatten Pascal Marschall (Sodikart) und Anna-Lisa Dreyspring (VPDR/TAD Racing). Im Prefinale noch als 17. (Marschall) und 25. (Dreyspring) abgewinkt, schieden sie im Finale aufgrund einer Kollision aus.